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Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Psychologie, DDG
„Diabetes und Psychologie e.V.“
 

Die Perspektive des Anderen beachten

Das Leben mit Diabetes ist nicht immer einfach. Für den Betroffenen, wie die Angehörigen. Manchmal hilft es schon, bewusst die Perspektive des Anderen einzunehmen, um ein gegenseitiges Verständnis für die Reaktion des Partners zu bekommen. Sich bewusst vorzustellen, wie der Partner dies oder jenes sehen könnte, ist ein wichtiges Merkmal einer guten Beziehung.

 

Eine blosse Anerkennung des Zustandes, dass der Partner vielleicht genervt ist, weil er trotz aller Bemühungen den Diabetes nicht in den Griff bekommt, kann hierzu genauso helfen, wie ein Verständnis, dass der Wunsch, immer wieder zu erfahren wo der Partner sich aufhält, vor allem wegen einer starken Angst vor schweren Unterzuckerungen des Partners auftritt.


 

Fair streiten

Ein Leben ohne Meinungsverschiedenheiten ist fad wie Suppe ohne Salz. Trotzdem kann es bei einem Streit um einen Vergleich unterschiedlicher Meinungen gehen oder um bloßes Rechthaben. Fair streiten heisst, sich um eine Lösung zu bemühen und nicht einen Anlass zu suchen, den Anderen bloß zu stellen oder schlichtweg nur zu zeigen, dass man der Stärkere ist.

 

Auch bei der Behandlung des Diabetes gibt es sicher Meinungsverscheidenheiten zwischen den Partnern. Dabei macht es einen großen Unterschied aus, ob sich die Partner bemühen, eine sachgerechte Lösung für ein Problem zu finden (z.B. "Ich würde eine viel höhere Dosis Insulin spritzen, aber schauen wir doch einfach einmal, wie Dein Vorschlag sich auf die Blutzucker auswirkt") oder es schlichtweg nur um das Rechthaben geht ("Du wirst schon sehen, wie dein Zucker verrückt spielen wird, wenn du nicht auf meinen Rat hören willst. Deine ewige Besserwisserei geht mir gehörig auf die Nerven").

 


 

Gemeinsame Interessen pflegen

Gemeinsamkeiten entstehen durch gemeinsames Tun. Untersucher haben herausgefunden, dass Männer und Frauen nach sieben Jahre Ehe im Durchschnitt jeden Tag nur noch 7 Minuten miteinander sprechen. Läuft dann jeden Tag der Fernseher und bestehen keine gemeinsamen Hobbies oder Interessen, droht die Partnerschaft an Langeweile zu ersticken.

 

Zufriedenen Paaren gelingt es offenbar viel besser, gemeinsame Interessen zu pflegen. Versuchen Sie daher, nicht den Diabetes zum Mittelpunkt ihres Leben zu machen, sondern pflegen Sie ganz bewusst mit Ihrem Partner auch gemeinsame Aktivitäten. Je mehr Kraft Sie aus einer lebendigen Beziehung ziehen, desto leichter wird es Ihnen fallen, mit der Erkrankung Diabetes gut zurecht zu kommen.

 


 

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