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Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Psychologie, DDG
„Diabetes und Psychologie e.V.“
 

Eltern von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes

Auch Eltern haben Angst vor den Folgeerkrankungen und machen sich viele Sorgen. Sie wünschen, dass sich ihr Kind gesund entwickelt, dass es einen Beruf erlernen kann und eine lange, erfolgreiche Lebensperspektive möglichst ohne Folgeerkrankungen hat. Auch diese Angst ist eine angemessene Gefühlsreaktion auf die unklare Bedrohung. Oft ist sie noch erheblich stärker als beim Betroffenen selbst, weil Kinder meist in Unkenntnis immer wieder Risiken eingehen, die bei den Eltern die Angst zum Dauerbegleiter machen. Wie bei Erwachsenen mit Diabetes gilt auch hier, dass diese Angst normal ist und eine nützliche Orientierungsfunktion hat, solange der Diabetes nicht das Leben des Kindes und der Familie überstrahlt und die Möglichkeiten einer normalen Entwicklung des Kindes zu stark einschränkt.

 

Wenn Eltern aus Angst ihr Kind nichts allein ausprobieren lassen können, wird die Entwicklung der altersgemäßen Selbständigkeit behindert. Ein Kind mit Diabetes muss daher lernen, zu einer entwicklungsmäßig angemessenen Zeit das an der Diabetestherapie zu übernehmen, was es übernehmen kann und möchte. Eltern mit einer dauerhaft großen Angst vor Folgeerkrankungen beim Kind können in der Regel im Diabetes-Behandlungsteam Hilfe bekommen. Auch andere Eltern, die in Selbsthilfegruppen arbeiten (z.B. im Rahmen der Landesverbände des Deutschen Diabetiker Bundes) können bei solchen Problemen meist helfen. Für Eltern diabetischer Kinder gibt es auch Internetangebote mit Möglichkeiten des Austauschs (www.projekt-d.de; www.diabetes-kids.de). Reichen diese Hilfen nicht aus, weil z.B. die Ängste unüberwindlich scheinen, können auch im Rahmen von Psychotherapie solche Ängste bearbeitet werden. Im Psychotherapieführer der Arbeitsgemeinschaft Psychologie und Verhaltensmedizin sind auch Psychologen, die sich speziell mit Problemen von Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien auskennen.

 

Jugendliche haben oft wenig Angst und gehen hohe Risiken ein. Dies trifft auch für viele Jugendliche mit Diabetes zu, was die Eltern sehr ängstigt und was es ihnen oft erschwert, die Jugendlichen typische Jugendrisiken eingehen zu lassen (z.B. nachts in der Disco mit Alkohol). Absprachen zwischen Jugendlichem und Eltern können helfen, Risiken kontrolliert zu planen und dadurch die eigenen Ängste zu mindern. Jugendliche, die selbst starke Ängste vor Folgeerkrankungen haben, sollten sich zunächst an ihr Diabetesteam wenden. Bei starken Ängsten, die oft mit Depressionen einhergehen, sollte der Jugendliche nicht zögern, eine psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen (Adressen und Vermittlung ebenfalls durch die Arbeitsgemeinschaft).


 

Für Eltern diabetischer Kinder gibt es auch online Angebote, um sich auszutauschen www.projekt-de.de, www.diabetes-kids.de.

 

Ebenso gibt es eine eigene Zeitschrift für Eltern diabetischer Kinder, in der Sorgen von Eltern immer wieder thematisiert werden. Das Diabetes-Eltern-Journal www.diabetes-eltern-journal.de.


 

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Internetangebote für Eltern diabetischer Kinder

 

Diabetes-Kids.de 

Projekt-D - das Forum zur Selbsthilfe für an Diabetes Typ 1 erkrankte Jugendliche und ihre Familien.

Projekt-D 


Die Zeitschrift für Eltern diabetischer Kinder

Diabetes-Eltern-Journal