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Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Psychologie, DDG
„Diabetes und Psychologie e.V.“
 

Untersuchungen

Am Beginn sollte ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt stehen. Darin müssen Daten zur Krankheitsgeschichte des Diabetes und seiner Komplikationen erhoben werden. Fragen nach Operationen, Unfällen oder anderen Krankheiten sowie zur Dauer und zur Entwicklung der sexuellen Störung sind ebenso wichtig wie die Erörterung persönlicher Daten (Beruf, Dauer der Partnerschaft, Zahl der Kinder). Bedeutsam für den Arzt ist ferner, etwas über besondere Belastungen (Arbeitslosigkeit, Überlastung am Arbeitsplatz, Partnerschaftskonflikte, familiäre Probleme, Schulden, chronische Schmerzen etc.) zu erfahren, da dadurch sexuelle Störungen ausgelöst oder verstärkt werden können. Schließlich ist zu klären, welche Medikamente eingenommen werden: Die erektile Dysfunktion des Mannes ist bei bestimmten Arzneimitteln (z.B. Beta-Blocker zur Behandlung des Bluthochdrucks) eine häufige Nebenwirkung.

 

In der Regel muss auch eine körperliche Untersuchung erfolgen; dabei sind insbesondere die Geschlechtsorgane zu untersuchen und ein genauer neurologischer Befund zu erheben. Blutuntersuchungen (HbA1c-Wert, Blutzucker, Nierenfunktion, Schilddrüsenhormone und Geschlechtshormone) sind sinnvoll, um schwerwiegende körperliche Erkrankungen erkennen und gegebenenfalls behandeln zu können.

 

Nach Abschluss dieser Untersuchungen kann in den allermeisten Fällen eine Weichenstellung für das weitere Vorgehen vorgenommen werden. Hat die sexuelle Störung eine überwiegend seelische Ursache, ist die Behandlung durch einen erfahrenen Psychotherapeuten sinnvoll und erfolgversprechend. Beschränkt sich die Ursache weitgehend auf körperliche Veränderungen, sollten zunächst medizinische Behandlungsmöglichkeiten erwogen werden.

 

Wenn eingreifende Behandlungsverfahren beim Mann ins Auge gefasst werden, sind weiterführende Untersuchungen angezeigt. Es sind dies unter anderem eine Messung der nächtlichen Spontan-Erektionen, diagnostische Einspritzungen in den Schwellkörper und Ultraschalluntersuchungen der blutversorgenden Gefäße des Penis. In Einzelfällen können auch aufwändige Untersuchungen wie eine Gefäßdarstellung der Penisadern erforderlich sein.


 

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