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Woran erkennt man eine Depression?

Bei depressiven Menschen können sowohl körperliche Veränderungen als auch Veränderungen des Verhaltens und Erlebens beobachtet werden. Im Folgenden sind einige Anzeichen aufgeführt, die auf eine Depression schließen lassen. Depressionen können sich jedoch auf eine sehr unterschiedliche Art und Weise äußern, einige Beschwerden können auch durch andere Krankheiten verursacht werden. Wenden Sie sich an einen kompetenten Arzt oder Psychotherapeuten, der feststellen kann, ob eine behandlungsbedürftige Depression vorliegt.

 

  • Traurige Stimmung: Ein Gefühl der tiefen Niedergeschlagenheit, Mut- und Hoffnungslosigkeit. Viele Betroffene berichten von einer großen inneren Leere, Verzweiflung und einem "Gefühl der Gefühllosigkeit". Das Erleben ist völlig verändert.
  • Verminderte Antriebs- und Entscheidungsfähigkeit: An einer Depression Erkrankte können sich häufig zu nichts entschließen. Sie wägen alles ab, ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Selbst einfache Verrichtungen machen große Mühe. Schwierige Dinge werden aufgeschoben und nicht angepackt.
  • Denk- und Konzentrationsvermögen: Schwierigkeit, sich auf etwas zu konzentrieren oder sich in komplizierte Sachverhalte einzudenken. Viele Betroffen berichten, dass es Ihnen schwerfällt, sich von einigen Gedanken zu lösen, über die sie immer wieder grübeln, ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Dadurch können sie sich auf andere Dinge nur schwer konzentrieren.
  • Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle: Oft quält depressive Menschen ein Gefühl, an der Erkrankung selbst schuld zu sein. Im Vergleich zu anderen Menschen fühlen sie sich zudem oft als minderwertiger.
  • Verlust von Interessen und Freude an Aktivitäten: Dinge, die früher Spaß gemacht haben, werden kaum noch gemacht. Viele Patienten ziehen sich zurück, vermeiden soziale Kontakte und verbringen viel Zeit im Bett oder auf der Couch.
  • Veränderte Mimik: Die Mimik und Gestik von depressiv Erkrankten ist häufig wie erstarrt, die Stimme leise und monoton, der Händedruck beim Begrüßen schwach.
  • Mangelnde Fähigkeit, gefühlsmäßig zu reagieren: Das Erleben von Gefühlen ist stark eingeschränkt. Dies zeigt sich besonders in Situationen, die normalerweise mit starken Gefühlen verbunden sind wie Glücksmomente, ein Unfall oder andere schlimme Ereignisse.
  • Angstgefühle: Depressionen werden sehr häufig von Ängsten begleitet. Dies ist verständlich, da depressive Menschen in dieser Phase viel grübeln, sich Sorgen machen und kein ausgeprägtes Selbstbewusstsein besitzen.
  • Schlafstörungen: Ein gestörter Schlaf ist ein typisches Merkmal einer Depression. Dies kann dazu führen, dass depressive Menschen trotz Müdigkeit lange wach liegen und nicht tief schlafen. Andere wachen oft auf und können vor lauter Grübeln schlecht erneut einschlafen. Wieder andere leiden unter einem stark erhöhten Schlafbedürfnis und schlafen wesentlich länger, ohne jedoch dadurch erholt zu sein. Oft erwachen depressive Menschen zwei oder mehr Stunden vor der gewohnten Zeit.
  • Appetitstörung: Das Essen macht keinen Spaß und es wird oft nur aus Pflichtbewusstsein gegessen, um nicht abzunehmen. Häufig nehmen Menschen in einer depressiven Phase ab. Aber auch das Gegenteil kann der Fall sein. Kummerspeck sagt der Volksmund zu solchermaßen angegessenen Pfunden.
  • Keine Lust auf Sex: Der mangelnde Antrieb zeigt sich häufig auch im Sexualleben. Dies ist oft reduziert und wird als nicht mehr so wichtig und leidenschaftlich erlebt.
  • Körperliche Beschwerden: Eine Depression kann sich auch in einer Reihe körperlicher Anzeichen widerspiegeln, für die der Arzt keine somatische Ursache findet. Betroffene klagen über Schmerzen, Beschwerden und Überempfindlichkeit. Dabei können alle Körperteile und Organe betroffen sein.

 

Wechselwirkung mit Diabetes berücksichtigen

Ein Teil der Symptome kennen Sie sicher vom Diabetes. Denn typische depressive Symptome wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Traurigkeit, verminderter Appetit oder auch ein nachlassendes Verlangen nach Sexualität können auch Ausdruck einer schlechten Blutzuckereinstellung sein. Vor einer vorschnellen Diagnose einer Depression sollten Sie daher sicherstellen, dass diese Anzeichen nicht die Folge einer Stoffwechselentgleisung sind.


 

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